PCOS und Kinderwunsch: Ein Erfahrungsbericht

Nein, ich bin KEINE Medizinerin. Nein, ich bin KEINE Träumerin. Ich bin lediglich eine Frau, die erfahren durfte, wie herrlich unkompliziert es selbst für eine PCOS-Frau ist, Mutter zu werden. Und- nein, ich bin KEIN Einzelfall.

Hier zu meiner Geschichte:

Mit 13 Jahren bekam ich zum ersten Mal meine Mens und war, wie fast alle junge Mädchen, mächtig stolz. Doch schon die ersten beiden Jahre waren furchtbar und unregelmäßig….einmal lies meine Mens 6 Monate auf sich warten, um dann mit bauchzerreißenden Schmerzen wieder einzusetzten. Doch damals sagte mir niemand was es war, bzw. hielt es niemand für nötig der Sache auf den Grund zu gehen. Mir wurde mit 15 eine gewöhnliche Minipille verschrieben und damit war es für die Medizin wohl abgehakt. Bis ich mich dann…viele Jahre später, 1999 mit fast 24 Jahren….bei meinem damaligen Gynäkologen über starken Haarausfall beschwerte. Endlich wurde mal gründlicher nachgesehen: Diagnose PCOS

Mit den begleitenden Worten und entsprechend mitleidigem Blick: ” Wollen Sie mal Kinder? Hm tja…ich denke, das können Sie abhaken. Ohne künstliche Befruchtung oder ähnliches wird das schwer. Und selbst dann ist es noch fraglich…”

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Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kinderwunsch hatte, schossen mir sofort die Tränen in die Augen. Ich war entsetzt!

Und es folgten Wochen, in denen ich im Internet stöberte, Kontakt zu Fachleuten suchte, Studien las und mir..mitVerlaub….ähnliche saudämliche Aussagen von “Fachleuten”durchlesen musste, die völlig kaltschnäuzig Frauen dermaßen vor den Kopf stießen auf übelste Art und Weise:

“Das können Sie gleich vergessen! Selbst WENN Sie schwanger werden WÜRDEN, hätten Sie dann wohl eine Fehlgeburt nach der anderen” Ja. Sehr nett und aufbauend, liebe Ärzte! Und zudem noch absoluter Blödsinn.

Ich wechselte den Gynäkologen. Er ist verwandt mit mir. Und er sagte sofort: “Was für ein Quatsch! Klar, ist es oft schwerer! Aber soo dramatisch ist das nicht! Und nach dem ersten Kind, wenn das zweite kommen soll, stellt sich meist ein normaler Zyklus ein. Das erlebe ich immer wieder.”

Tja, liebe PCOS-Frauen. Ich würde mal sagen, einige von uns laufen da in die “Panikfalle” einiger Ärzte, die sich natürlich freuen, wenn Sie vorab solche Prognosen stellen.

Ich sage nur: der Glaube versetzt Berge. Wenn man Frauen sowas einredet, sie anschließend so hoffnungslos und fertig sind- klar passiert da genau das, was einem eingeredet wird.

Was soll ich sagen.

Nach 6 Monaten ohne gekannte “Pille” zur Therapie, im April 2003, war ich schwanger. Ok, nach etwa 14 Tagen Einnahme von euch bekanntem Diabetes-Medikament.

Aber ich glaube nicht, dass das wirklich der Auslöser war.

Die Schwangerschaft war absolut problemlos. Allein schon deshalb, weil ich im Frühjahr 2003 beschlossen hatte, meinem Körper und der Natur zu vertrauen und mir keine große Gedanken zu machen, ob etwas schief gehen könnte.

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Am 04.01.2004 kam unser Sohn zur Welt. Gesund und wirklich das größte Geschenk, dass sich eine Frau/ ein Paar nur vorstellen kann.

Gebt nicht auf.Glaubt an Euch, vertraut eurem Körper und der Natur der Dinge. Lasst es auf euch zu kommen….stresst Euch nicht zu sehr!