Schwangerschaften bei polyzystischen Ovarien riskanter

Schwangerschaften bei polyzystischen Ovarien riskanter
Deutsches Ärzteblatt
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) setzt nicht nur die Fertilität der Patientin herab. Auch wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, ist das Risiko auf Gestose, Diabetes und Frühgeburt erhöht, wie eine bevölkerungsbasierten Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 343: d6309) zeigt.

Mehr als doppelt so häufig kommt es zu einer extremen Frühgeburt (OR 2,21; 1,69-2,90) und zu einem Gestationsdiabetes (OR 2.32, 1,88 to 2,88). Die Säuglinge sind häufiger hypertroph (OR 1,39; 1,19-1,62) und das Risiko einer Mekoniumaspiration (OR 2,02; 1,13-3,61) und eines niedrigen Apgar-Score (<7) fünf Minuten nach der Entbindung sind erhöht (OR 1,41; 1,09-1,83). Für den Editorialisten Nick Macklon von der Universität Southampton zeigt eine PCOS grundsätzlich eine Hochrisikoschwangerschaft an. Die Frauen sollten deshalb während der Schwangerschaft intensiv betreut werden.