Aspirin verbessert die Erfolgsraten bei IVF

Es ist erwiesen, dass bei bestimmten Gerinnungsstörungen die Gabe von Aspirin und Heparin die Einnistung eines Embryos z. B. bei der IVF verbessern kann oder hilft, Fehlgeburten zu vermeiden. Schon verschiedentlich wurde auch der Versuch unternommen, mit einer solchen Aspirin-Gabe die Schwangerschaftsraten bei Frauen zu verbessern, welche keine Gerinnungsstörungen aufweisen.

Eine aktuelle Studie findet eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten: Das jedenfalls berichtet eine Arbeitsgruppe um Dr. Urban Waldenstrom vom schwedischen Falun Hospital in der Fachzeitschrift Fertility and Sterility. Sie hatten die Auswirkung einer Aspirin-Gabe auf 1022 Frauen in 1380 IVF-Zyklen untersucht.

Es handelte sich dabei um eine sogenannte kontrollierte Studie: die Hälfte der Patientinnen bekam vom Zeitpunkt des Embryotransfers bis zum Schwangerschaftstests täglich eine 75-mg-Dosis Aspirin, die andere Hälfte ein Plazebo.

In der Studie kam es zu 452 Schwangerschaften. Die Geburtenrate bei den mit Aspirin behandelten Frauen lag bei 27.2% gegenüber 23.2% in der Kontrollgruppe. Mit anderen Worten: Es kam zu einer 20%igen Steigerung der Geburtenrate; also einem statistisch signifikanten Unterschied.

Dabei ist allerdings auch zu bemerken, dass ASS nicht nur bei Gerinnungsstörungen, sondern auch bei immunologisch bedingten Einnistungsstörungen helfen kann.

Low-dose aspirin in a short regimen as standard treatment in in vitro fertilization: a randomized, prospective study.
Waldenstrom U, Hellberg D, Nilsson S.
Fertil Steril. 2004 Jun;81(6):1560-4

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Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig.

Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.net.

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