Gebärmutter aus Silikon

silikongebaermutter.jpgÜber einen interessanten Ansatz, die IVF zu vereinfachen, indem man die Befruchtung der Eizellen in einem Silikonbehälter ablaufen lässt, der in der Gebärmutter der Frau „zwischengelagert“ wird, hatte ich ja schon berichtet.

In der Kronenzeitung wird die „Gebärmutter aus Silikon“ auch im Bild dargestellt, leider ohne Beschreibung, aber man kann sich ungefähr vorstellen, wie es funktionieren soll.

Der künstliche „Uterus“ ist von 360 mikroskopisch kleinen Öffnungen durchbrochen, die nur ein paar Dutzend Mikrometer groß sind und den aktiven Austausch zwischen dem Embryo und seinem natürlichen Umfeld zu erleichtern. So können die Eizellen quasi in „natürlicher Umgebung“ weiter reifen, bevor sie nach einigen Tagen mit der Kapsel wieder aus der Gebärmutter der Frau geholt werden.

Das Verfahren der Firma Anecova ist durch zahlreiche Patente geschützt ist und befindet sich derzeit in der Phase klinischer Tests. Noch sind keine Veröffentlichungen in der Fachliteratur erschienen.

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Dr. med. Elmar Breitbach ist Facharzt für Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Endokrinologie. Er ist als Reproduktionsmediziner seit mehr als 30 Jahren in der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit tätig.

Dr. Elmar Breitbach ist Gründer und Betreiber von wunschkinder.net.

12 Gedanken zu „Gebärmutter aus Silikon“

  1. Wieso künstlicher Uterus ?
    Wenn dann entspräche das funktional einem Stück Eileiter,der, statt der gewachsenen Verbindung zur Gebärmutter, eben nur diese "Mikro-Poren" hat.

    Eigentlich ist es doch nur ein Petrischale in Utero, hier nur ohne künstliches sondern " versuchsweise" natürlicheres Nährmedium…

    Der Begriff Prä-Embryo in der Kronenzeitung bezeichnet ja einen Voreinnistungs-embryo und dem würde ich funktional einem Eileiter als Entwicklungsort zuordnen –
    so wie hier:

    http://www.drze.de/themen/blickpunkt/includes/sz_abbildung1.html

  2. In Ihrem vorigen Artikel darüber stand ja, dass man mit dem Ding mehr und vitalere Embryonen bekommt.
    Haben Sie schon genaueres gehört, wann wir es nutzen können? Können wir uns ein paar dieser Dinger aus dem Ausland schicken lassen, solange es die hier noch nicht gibt?

  3. @hexe: Ich habe von dieser Technik bisher nichts Neues mehr gelesen. Die Frage nach den Risiken kann ich daher nicht beantworten. Die ersten Ergebnisse waren zumindest ermutigend. Ob sich das jedoch durchsetzen kann, ist fraglich und bisher ungeklärt.

  4. Na, sowas hört sich auf jeden Fall besser an, als Gebärmuttertransplantation. Müssten dann auch so starke Medikamente eingenommen werden, dass der Körper "sowas" nicht abstößt ?? Es wäre so schön, wenn auf diesem Gebiet weiter, bzw schneller geforscht würde, uns 30-jährigen läuft die Zeit ab 😉 Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse ? Die letzten Kommentare sind ja schon etwas älter.

  5. ICH hoere heute das erste mal von
    Wo kann Man es denn schon machen lassen
    Und wie viele haben es schon gemacht

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