Die Röllchen müssen weg: das Metabolische Syndrom

Konzentriert sich das meiste Fett am Bauch, besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes – und das sogar bei Menschen, die kein Übergewicht haben. Frauen mit einem Bauchumfang über 88 Zentimeter (cm) und Männer mit einem mehr als 102 Zentimeter messenden Bauch sind allein aufgrund ihrer Leibesfülle Hochrisikopatienten. Handlungsbedarf besteht aber schon für Frauen mit mehr als 80 cm und Männer mit mehr als 94 cm Bauchumfang, denn diese Maße sind Anhaltspunkte für einen erhöhten „viszeralen“ Fettanteil.

Das viszerale Fett lagert sich im Bauchraum um die inneren Organe ab. Es ist wesentlich stoffwechselaktiver als die direkt unter der Haut angesiedelten Fettzellen (Speckröllchen), das heißt, es produziert pausenlos Fettsäuren, die im Blut zirkulierend den Stoffwechsel – vor allem die Insulintätigkeit – beeinträchtigen. Je dicker der Bauch, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Blutdruck, die Blutfettwerte und der Blutzuckerspiegel ansteigen.

Mediziner nennen dieses Quartett aus Übergewicht, Bluthochdruck, schlechten Blutfettwerten und Insulinresistenz das metabolische Syndrom. Wer darunter leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Darum lohnt es sich, den Bauch in die Schranken zu weisen. Werden Zucker und andere Kohlenhydrate, die die Insulinproduktion ankurbeln, vom Speiseplan gestrichen, sollte das gelingen. Schwinden die Röllchen, bekommt die Gesundheit Auftrieb. Beim Abspecken zählt jeder Zentimeter.