Fruchtzucker – nur natürlich gut

Fruktose wird im Körper anders verstoffwechselt als Glukose (Traubenzucker). Nach dem Konsum von Glukose wird Insulin ausgeschüttet. Insulin bewirkt, dass Glukose in der Leber als sogenanntes Glykogen gespeichert und das Sättigungssignal ausgelöst wird.

Fruktose führt hingegen zu keiner Insulinausschüttung und das Hungergefühl wird nicht gestoppt. Außerdem wird Fruktose leichter in Fett umgewandelt, da sie nicht in der Leber gespeichert werden kann. Das überschüssige Fett wird u.a. in den Fettdepots der Haut und der Organe abgelagert. Zuviel Fruktose kann die Wirkung von Insulin einschränken, im Fachjargon als „Insulinresistenz“ bekannt. Fruktose kann auch den Harnsäurespiegel erhöhen, was auf lange Sicht gesehen ein erhöhtes Risiko einer Gichterkrankung darstellt.

Diese negativen Auswirkungen treten auf, wenn ein Überangebot an Fruktose besteht. Große Mengen von gelöstem Fruchtzucker z.B. aus Fruchtsäften oder mit Fruktose gesüßten Getränken kombiniert mit anderen Lebensmitteln mit Fruktose-Zusatz können das Gleichgewicht im Körper stören.

Ein hoher Verzehr an Obst und Gemüse (fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag), wie er von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. empfohlen wird, hat dagegen positive Auswirkungen. Der Fruchtzucker ist hier in Zellen und Fasern eingeschlossen und wird nur langsam aus dem Darm ins Blut abgegeben.

Original-Artikel