Geschlechterwahl Junge oder Mädchen, medizinische Methoden zur Wahl des Geschlechts

Seit der Antike suchen Menschen nach Methoden, das Geschlecht ihrer Kinder selbst wählen zu können.

Die alten Griechen glaubten daran, dass eine Drehung des Mannes nach Rechts während des Geschlechtsverkehrs einen Jungen garantieren würde. Für das selbe Ziel banden sich Franzosen im 18. Jahrhundert zum Beischlaf den linken Hoden ab.
Kinderwunsch: Junge oder Mädchen

In den 1970ern entwickelte der Gynäkologe Landrum Shettles eine Methode, die auf der Tatsache beruht, dass die Y-Chromosomen, die für die Geburt eines Jungen verantwortlich sind, sich schneller bewegen, als die weiblichen X-Chromosomen. Daher sollten Eltern, die sich einen Jungen wünschen, den Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs vollziehen. Für ein Mädchen ist das Datum drei Tage vor dem Eisprung zu wählen, da weibliche Samenzellen länger überleben. Der Termin des Eisprungs lässt sich anhand der Körpertemperatur und des Scheidensekrets in etwa bestimmen. Dieser Methode wird eine Trefferquote von 70%-80% zugesprochen.

Will man wirklich sicher sein, kommt aber nur eine künstliche Befruchtung in Frage. Dabei wird das Ei mit separierten Spermien befruchtet. Diese Methode gilt als ethisch nicht vertretbar und ist in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten.