Höchste gynäkologische Auszeichnung für Innsbrucker Endokrinologin

Das polycystische Ovarsyndrom (PCOS) ist die häufigste Störung der Eierstockfunktion bei geschlechtsreifen Frauen. Es handelt sich dabei um eine Follikelreifungsstörung in den Eierstöcken bedingt durch eine erhöhte Produktion von männlichen Sexualhormonen. Daraus resultieren Zyklusstörungen im Sinne von verlängerten Blutungsintervallen oder das völlige Ausbleiben der Regelblutung sowie verstärkte Körperbehaarung, Akne und Sterilität. Darüber hinaus geht das PCO-Syndrom häufig mit einer gestörten Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz), einem metabolischem Syndrom, einem erhöhten Risiko für das Auftreten von bösartigen Neubildungen der Gebärmutterschleimhaut sowie einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und einem Typ II-Diabetes einher.

Neue Möglichkeiten der Früherkennung

Die Ursache des polycystischen Ovarsyndroms ist trotz intensivster Forschungen noch weitgehend unbekannt. Im Rahmen der an der Univ.-Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin durchgeführten systematischen Untersuchungen zur Ätiologie und Pathogenese dieses Syndroms fand Dr. Verena Mattle aufgrund von klinischen und klinisch-experimentellen Beobachtungen heraus, dass der Ursprung des PCOS wahrscheinlich im Eierstock selbst liegt, möglicherweise angeboren ist und sich mit den in der Pubertät einhergehenden hormonellen Veränderungen manifestiert. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten der Früherkennung und damit bessere Behandlungsmöglichkeiten dieser häufigen Erkrankung.