In-vitro-Maturation (IVM)

Kinderlose Paare, die einen Kinderwunsch haben, nehmen oft auch gesundheitliche Risiken in Kauf, um ihren Wunsch zu erfüllen. Die Behandlung mit hoch dosierten Hormonen vor der eigentlichen künstlichen Befruchtung ist für Frauen besonders belastend. Deshalb wurde die In-vitro-Maturation entwickelt, die ohne eine Hormontherapie auskommt und eine schonende Alternative zur sonst notwendigen hormonellen Stimulation dastellt.

Die IVM ist eine spezielle Form der künstlichen Befruchtung, bei der unreife Eizellen aus dem Körper der Frau entnommen werden.

Bei der IVM-Behandlung werden die Eizellen nach kurzer und niedrig dosierter Hormongabe im unreifen Stadium unter Vollnarkose und Ultraschallkontrolle direkt aus dem Eierstock entnommen. Die Eizellen reifen dann im Labor in einem Reagenzglas in einer speziellen Nährlösung und werden dann durch eine Samenzelle berfruchtet. Nach der Befruchtung bringt der Arzt den Embryo wieder in die Gebärmutter ein.

Schwangerschaftsraten sind allerdings bei der IVM noch niedriger als bei der IVF oder ICSI-Therapie.

Gegenwärtig ist diese Methode nur sinnvoll für Frauen, die prinzipiell eine Hormonbehandlung ablehnen und für Patientinnen < 37 Jahren, die durch ein PCO-Syndrom trotz angepasster Stimulation zu einem Überstimulationssyndrom neigen.