Schwangerschaften nach Kinderwunschbehandlung

© Elmar Breitbach

Schwangerschaften nach Kinderwunschbehandlung

Hinweise darauf, dass Kinderwunschbehandlungen wie IVF oder auch nur eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke den Verlauf einer entstehenden Schwangerschaft negativ beeinflussen können, gibt es zahlreich. Zum Teil wird dies auf den erhöhten Anteil von Mehrlingsschwangerschaften zurückgeführt oder auf die negativen Einflüsse des mütterlichen Hormonhaushalts, z. B. beim PCO

Aber auch bei Einlingsschwangerschaften und normalem mütterlichen Hormonhaushalt sind geringeres Geburtsgewicht und Frühgeburten häufiger, des weiteren werden auch vermehrte genetische Risiken und Fehlbildungen als Folge einer hormonellen Stimulation diskutiert.

Eine aktuelle Studie aus den USA konnte zumindest den letzteren Verdacht widerlegen.

Das häufigere Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes könnte damit zusammenhängen, dass unter den Patientinnen, die mit Hormonen behandelt wurden, auch vermehrt Frauen mit einem PCO-Syndrom zu finden sind, einer Erkrankung, die nicht selten mit einer Insulinresistenz kombiniert ist.

Die Autoren dieser Studie raten daher den Frauenärzten, welche die Schwangerschaften nach Kinderwunschbehqandlungen betreuen, zu einer erhöhten Wachsamkeit, um Komplikationen frühzeitig erkennen zu können. Die Schlussnote des Artikels war, “dass die Wahrscheinlichkeit, ein gesundes Kind nach einer Kinderwunschbehandlung zu bekommen, extrem hoch ist“.