Übergewicht hat keinen negativen Einfluss bei IVF und ICSI

Übergewicht soll einer neuen Studie zufolge keine negativen Auswirkungen auf den Ausgang einer *ivf*- oder *icsi*-Behandlung haben. Dies ist zumindest das Ergebnis einer französischen Studie, die im Januar erschienen ist.

Die Arbeitsgruppe untersuchte 789 Behandlungszyklen, die bei 573 Patientinnen durchgeführt wurde und verglich die Ergebnisse der Behandlungen anhand des Körpergewichts. Der Bodymassindex (BMI) diente dabei als Grundlage zur Bestimmung des Körpergewichts. In 264 Behandlungszyklen war die Patientin mit einem BMI < 20 kg/m2 untergewichtig, in 394 normalgewichtig (BMI>20 und < 25 kg/m2), in 83 Zyklen hatte die Patientin ein leichtes Übergewicht (BMI zwischen 25 und 30 kg/m2) und bei 48 Zyklen lag ein erhebliches Übergewicht vor (BMI > 30 kg/m2)

Alle Patientinnen wurden mit dem langen Protokoll und rekombinantem FSH hormonell vorbehandelt.

Es gab keine wesentlichen Unterschiede im Verlauf und Ausgang der Behandlung in Abhängigkeit vom Körpergewicht. Die stark übergewichtigen Frauen(BMI > 30 kg/m2) benötigten zwar signifikant mehr FSH zur Stimulation der Eierstöcke, jedoch war die Eizellausbeute, die Befruchtungsrate und die Schwangerschaftsrate in allen Gewichtsklassen identisch.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Übergewicht den Ausgang der Behandlung nicht negativ beeinflusst.

Diese Studienergebnisse widersprechen der landläufigen Meinung und auch vielen Studien, welche (…)