Übermäßige Köperbehaarung belastet Frauen sehr

Übermäßige Köperbehaarung bedeutet für Frauen eine starke psychische Belastung. Mädchen in der Pubertät leiden besonders, wie der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, sagt. Beim sogenannten Hirsutismus kommt es unter dem Einfluss männlicher Sexualhormone zu einer Umwandlung von dünnem Flaumhaar in kräftige, voll pigmentierte Haare, die sich auch auf die Oberlippe, das Kinn und die Wangen, die Oberschenkel-Innenseiten und die Brust ausdehnen.

Verantwortlich für solche Vermännlichungs-Symptome sind entweder eine verstärkte Wirkung der männlichen Sexualhormone im Gewebe oder eine zu hohe Produktion von Testosteron in den Eierstöcken oder seltener in der Nebenniere. Erhöhte Testosteron-Werte lassen sich mit einem Bluttest feststellen. Anschließend wird eine Störung der Hormondrüsen untersucht.

„Weil bei einem Großteil der Betroffenen eine Fehlfunktion der Eierstöcke, das so genannte Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ursächlich ist, wird auch eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Weitere Hinweise auf ein PCOS sind gleichzeitiges Übergewicht, Akne, Haarausfall und unregelmäßige Menstruationszyklen“, sagt Albring.